Über mich

Mein Name ist Michael Zachoval und ich arbeite seit 2013 als Wirtschaftspädagoge an einer höheren Schule in Österreich. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit digitalen Technologien, ihrem Einsatz im Unterricht und beim Lernen sowie mit der damit verbundenen pädagogischen Verantwortung.

Spätestens seit 2023, als ChatGPT im schulischen Alltag von Schüler:innen angekommen ist, ist Künstliche Intelligenz kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern Teil des täglichen Unterrichtsgeschehens – ein Thema, das mich ebenso wie viele Schüler:innen seither fasziniert.

Mit dem Einzug von KI in den schulischen Alltag stellte sich für mich eine einfache Frage:
Versuchen, wie gewohnt weiterzumachen – oder mich intensiv mit dieser neuen Entwicklung auseinanderzusetzen.

Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden – und diese Entscheidung nicht bereut.

Warum dieses Projekt

Die Auseinandersetzung mit KI im Unterricht wird häufig von zwei Extremen geprägt: überhöhten Erwartungen auf der einen Seite und grundsätzlicher Ablehnung auf der anderen. Beides hilft im schulischen Alltag wenig.

Dieses Projekt ist aus dem Wunsch entstanden,

  • KI realistisch einzuordnen
  • sie didaktisch sinnvoll nutzbar zu machen
  • und ihre Grenzen klar zu benennen

Nicht als formale Fortbildung, sondern als begleitende Orientierung für den beruflichen Alltag in der Schule.

Mein Zugang zu KI

Ich verstehe KI nicht als Ersatz für pädagogische Kompetenz, sondern als Werkzeug, dessen Einsatz immer an Ziele, Kontext und Verantwortung gebunden ist.

Im Mittelpunkt stehen für mich Fragen wie:

  • Wann unterstützt KI beim Lernen tatsächlich?
  • Wo erzeugt KI Scheinsicherheit oder Abhängigkeit?
  • Welche Kompetenzen müssen Schüler:innen trotz KI selbst entwickeln?
  • Wie bleiben Lehrkräfte handlungsfähig und souverän?

Diese Fragen lassen sich nicht durch immer neue Tool-Listen beantworten, sondern durch Reflexion, Erfahrung und Praxisbezug.

Haltung statt Hype

Ich verfolge bewusst einen ruhigen Ansatz, der sich an folgenden Grundprinzipien orientiert:

  • keine schnellen Versprechen
  • keine Dramatisierung
  • keine Daueroptimierung

KI im Unterricht ist kein Selbstzweck. Sie muss sich an pädagogischen Prinzipien messen lassen.

Ausblick

„KI in der Schule“ ist als langfristiges Projekt angelegt. Aktuell steht die inhaltliche Auseinandersetzung im Vordergrund.

Perspektivisch können daraus zeitlich flexible, asynchrone Lernangebote entstehen – nicht als Pflichtfortbildung im klassischen Sinne, sondern als unterstützende Orientierung für Lehrkräfte.

Der Fokus liegt dabei auf pädagogischer Klarheit, Verantwortung und Entlastung im schulischen Alltag.